Cinderella Escorts Betrug: Sei vorsichtig!

Posted by Janet in Beliebte Artikel, Blog

Liebe Leser,

Die Idee zu diesem Artikel stammt von mir, und ich bin froh um Janet’s Gelegenheit für eine Publikation. Ich teile meine Erfahrungen gerne mit einem geneigten Leserkreis.

Gentlemen und Ladies mögen sich auch Videos zum “Cinderella Escort Scam” auf Google suchen, um mehr zu verstehen. Dort und hierbei geht es darum, gleich vorweg, dass Cinderella Escorts letztlich eine blosse Betrugsmasche darstellt, um Anbieter als auch Kunden im Sex-Milieu auszunehmen. Die Plattform wurde in den Medien oft und überall erwähnt und gelangte so zu Weltruhm.

Die Website wurde aber wie gesagt zu einem offenbar einzigen Zweck geschaffen: um Sex-Worker und auch potenzielle Kunden anzulocken. Ich sah schon Inserate online aber auch in Escort-Portals aller Art. Man sagt, und es macht auch Sinn, dass männliche Interessenten mit einem nicht-rückerstattbaren Depot für gebuchte Escortbesuche abgezockt werden, die dann nie stattfinden. Verwertbare Beweise dafür gibt es meines Wissens allerdings noch nicht.

Was den Betrug an weiblichen Interessenten angeht, mag ich aber eine erfahrungsgestützte Meinung anbieten: Ich selbst nahm Anfang 2018 nämlich teil an einer online Bewerbung auf Cinderella Escorts Website. Damals ging ich noch davon aus, dass es sich um eine glaubwürdige und renommierte Agentur handle. Dies vor allem, weil

1) deren Inserate in hochkarätigen Magazinen ( https://www.cinderella-escorts.com) erschienen waren
2) ein erstklassiges australisches Escort Girl auf deren Website posierte.

Auch sollte ich erwähnen, dass eine Bekanntschaft aus Sidney bereits von Cinderella Escorts publiziert worden war – ein weiterer Grund für meine Neugierde.

Nun kurzum: diese Agentur stiehlt offenbar Fotos zusammen aus allen möglichen Verzeichnissen, und ebenso jegliche Fotos von Escortdamen und Pornostars und Berühmtheiten – und publiziert ohne deren Einwilligung oder gar Wissen. All das, um täglich noch mehr potenzielle Opfer zu generieren. Ebenso: sobald Cinderella Escorts eine online Bewerbung/Casting erhalten haben, wird Druck gemacht, um an Fotos zu bekommen – worauf ich anfänglich nicht einverstanden war und (zum Glück) nicht gesendet habe.

Die Kommunikation, per WhatsApp, beginnt jedenfalls mit der Aufforderung, 100 oder 200 oder 300 Euro einzuzahlen für eine Profilpublikation auf der Website. Ich musste noch bei keiner Agentur dafür bezahlen, um überhaupt erstmal gelistet zu werden, und tat es auch diesmal nicht. (Zum Vergleich: bei TVR kostet es nichts der Ladies etwas, um auf deren Website zu erscheinen).

Nach einiger Zeit erschien mir das Gebaren von Cinderella Escorts seltsam. Aber das Problem war halt, dass ich ihnen bereits meine Fotos gesendet hatte, nach anfänglichem Zögern, und dabei auch ein Formular fast vollständig ausgefüllt hatte mit meinen Daten – ein Bild meines Passfotos mit nebenstehendem Selfie oder ein Video sandte ich aber nicht ein.

An diesem Punkt begann die Kommunikation unprofessionell zu werden: die Person, der ich bislang schrieb, wurde zunehmend aggressiv, und ich erhielt einen Anruf, der mich davon überzeugen sollte, dass die Agentur vertrauenswürdig sei – und ich die noch ausstehenden Unterlagen schicken soll. Ich verlangte dazu aber ein persönliches Treffen, was die Agentur aber kategorisch ablehnte.

Der Grund dafür wohl: Cinderella Escorts ist keine effektive/richtige Agentur sondern eine hohle Plattform. Daraufhin jedenfalls erhielt ich eine Nachricht: “wir sind die bekannteste Escort Agentur der Welt und in allen wichtigen Medien präsent – Du kannst uns trauen.” Nachher war Funkstille, weil sie offenbar merkten, dass ich ihnen nicht ins Netz ging. Ich dachte dann nicht mehr weiter darüber nach.

Dann, eines Tages, besuchte ich auch diese Website nochmals, um mir von überall her Ideen zu holen für Posen etc. zu einem bevorstehenden Shooting. Was ich fand: mein Profil mitsamt meinen Fotos. Was mich aber noch mehr schockierte, war der unterdessen etwa dreimal höhere Bestand an Profilen als damals. Ich durchsuchte die Profile und fand darunter Girls, die ich von Sidney (Australien) her kannte. Wie sie auf der Website gelandet waren, wusste ich nicht und hatte auch deren Telefonnummer nicht, um sie zu kontaktieren. Möglicherweise haben sie mein Profil auf Cinderella Escorts gesehen und wurden angelockt… Ich hatte noch Monate Mitleid/schlechte Gewissen wegen dem.

Interessant: die genauen Strategien, mit denen Cinderella Escorts Geld macht/stiehlt, wird beschrieben auf Youtube von Harriett Sugarcookie (womöglich bereits bekannt, falls nicht, bitte schauen Sie sich dieses Video an : https://www.youtube.com/watch?v=fxaww0FiAAw). Übrigens, das berühmte Buch “Selling my virginity” existiert nicht – ich weiss von über 50 Working Girls, die es bestellten und nie erhielten.

Eine beachtliche Zahl von Frauen ist immer noch auf der Website von Cinderella Escorts, vermutlich ohne Einwilligung. Und keine von ihnen macht wohl irgendwie Geld damit. Als ich schliesslich Cinderella Escorts nochmals kontaktierte, um eine Löschung meines Profils zu verlangen, sagte man mir, ich sollte sie nie mehr kontaktieren, sonst würde meine Familie- und Freundeskreis von meiner Tätigkeit erfahren und nie mehr mit mir reden.

Als ich in London lebte, kontaktierte ich eine Agentur, die ein paar Girls auch auf der Cinderella Website gelistet hatte, und schickte meine online Bewerbung. Aus Neugier fragte ich dann telefonisch auch nach einem persönlichen Treffen und der Geschäftsbeziehung zu Cinderella Escorts – der Hörer wurde aufgelegt.

Ich danke Euch Gentlemen für die Aufmerksamkeit und Zeit die ihr sich genommen habt um diesen Artikel zu lesen. Vielleicht versteht Ihr nun, weshalb nicht jedes Working Girl locker Selfies versenden mag.

Und für die Ladies die dieser Bericht gerade lesen, seid also bitte vorsichtig und bemüht Euch um eine Überprüfung, bevor Ihr Bilder oder Daten an eine Escortagentur sendet! Und gebt nie Euren Pass dem Arbeitgeber ab, eine Kopie per Email reicht. Ich habe genügend Berichte gehört von Girls, die ohne Pausentage durcharbeiten mussten und das Land nicht verlassen konnten – weil ihr Pass im Safe vom Boss lag.

Danke nochmals, dass Sie meine Geschichte gelesen haben. Ich hoffe, es war informativ und vorbeugend.

Veronica

The Velvet Rooms